Leitfaden: Was macht eine gute Webseite aus?

18. März 2011 (Kommentare: 0)

was macht gutes Webdesign aus

 

Sie möchten die Erstellung einer Webseite in Auftrag geben und wissen nicht, was Sie beachten müssen? Oder sind Sie unzufrieden mit Ihrer bestehenden Webseite? Bei der Wahl eines Webdesigners ist durchaus Vorsicht geboten, da es sich um keine geschützte Berufsbezeichnung handelt. Dieser Artikel wird Ihnen einfach vermitteln, was eine gute Webseite ausmacht und nützliche Tipps zur Überprüfung geben.

1. Benutzerführung (Usability)

Die Bedienung einer Webseite muss intuitiv sein. Ein Nutzer sollte Menüpunkte, Kontaktformulare und Hinweise deutlich erkennen können, ohne danach suchen zu müssen. Bevor Sie einen Profi damit beauftragen Ihre Seite zu testen, fragen Sie Freunde, Bekannte und Verwandte in allen für Ihre Webseite relevanten Altersklassen und machen Sie mit Ihnen einen kleinen

Usability-Test

Voraussetzung für diesen Test ist, dass die Personen mit Ihrer Webseite nicht vertraut sind. Stellen Sie hierfür ein paar Aufgaben zusammen.

Hier ein Beispiel für Ihre Webseite, die Sie und Ihr Angebot als Versicherungsmakler vorstellen soll: Sagen Sie Ihrem Tester, er sei gerade auf der Suche nach einer Hausratsversicherung und wäre dadurch auf Ihrer Webseite gelandet. Er soll nun nach Informationen zu dieser Versicherung suchen, diese lesen und anschließend mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Beobachten Sie ganz genau, ob es Ihrer Testperson leicht fällt, das Gesuchte zu finden, lassen Sie ihn jeden Gedanken, der bei der Suche, beim Navigieren und beim Lesen auftaucht, laut aussprechen.

Die Tests können ganz unterschiedlich erstellt werden, ob Sie nach der Wirkung der Seite fragen, fragen was die Seite anbietet (um zu sehen, wie lange man lesen muss, um das Thema der Seite zu erkennen) oder gezielte Aufgaben stellen.
Hierdurch erkennen Sie leicht Mängel und ob sich auch unerfahrene Internetbenutzer beim Navigieren auf Ihrer Seite leicht tun.

Besitzen Sie hingegen keine Webseite, sondern sind auf der Suche nach einem Webdesigner führen Sie diesen Test einfach selbst auf der Webseite des Anbieters durch. Hier stellen Sie vermutlich selbst schnell an Ihrem eigenen Verhalten fest, dass Sie unzureichende Informationen/Funktionen oder welche die Sie lange suchen müssen, schnell abschrecken und Sie zum Wegklicken animieren.

2. Inhalt der Webseite

Ihre Webseite muss kein zweites Wikipedia sein, aber die wichtigsten Informationen zu Ihrem Angebot sollte sie enthalten. Bauen Sie „Service“- oder „Angebot“-Seiten ein, um dort gezielt in präzisen Sätzen Ihre Tätigkeit/Ihr Produkt erklären. Hierbei könnten Sie anbieten, dass sich der Benutzer noch ausführlicher zum jeweiligen Thema informieren kann, über einen Link „Weitere Informationen“. Damit vermeidet man, einen neuen Benutzer mit zu viel Text zu überfordern. Achten Sie auf die Qualität Ihrer Texte und engagieren Sie einen Werbetexter, wenn Ihre nicht professionell genug wirken.

3. Das Design

Die Webseite darf nicht zu unauffällig gestaltet sein, sollte aber auch nicht über das Ziel hinausschießen. Denken Sie bei der Gestaltung nicht nur an Ihren persönlichen Geschmack. Wenn Sie einen pinken Hintergrund ansprechend finden, heißt das nicht, dass dies auf Ihre Kunden einen guten, seriösen Eindruck macht. Vertrauen Sie bei der Gestaltung auch Ihrem Webdesigner, lassen Sie sich jedoch auch von ihm erklären, warum er eine Farbe oder eine Platzierung der Schaltflächen für besser hält. Auch hier zählt keinesfalls der persönliche Geschmack des Webdesigners, sondern eine professionelle, werbewirksame Gestaltung, die an Ihrem Corporate Design entspricht und sich von Ihrer Konkurrenz entscheidend abhebt.

4. Die Technik

Eine Webseite sollte sorgfältig und standardkonform erstellt sein. Hierfür gibt es das WorldWideWeb Consortium (W3C), welche die Regeln für Webstandards entwickelt. Eine fehlerfreie Webseite erhält bessere Platzierungen bei Suchmaschinen, bietet Barrierefreiheit und hat kürzere Ladezeiten. Ob eine Webseite fehlerfrei ist, lässt sich ganz einfach mit dem HTML-Validator überprüfen. Geben Sie einfach eine Webadresse ein. Die Webseite sollte für jeden zugänglich sein, das heißt an alle gängigen Browser angepasst und für mobile Geräte (ohne Flash-Unterstützung) erreichbar sein.

code webdesign

5. Die Suchmaschinenoptimierung

Eine Webseite hilft nicht weiter, wenn man sie nirgendwo finden kann. Eine Suchmaschinenoptimierung setzt korrekten Code voraus und sollte im gesamten Seitenaufbau Bezug auf Ihre Keywords nehmen. Wichtig sind außerdem nützliche Inhalte und die Einhaltung diverser Regeln.

Der Webdesignblog bietet hierzu einen guten Beitrag: Einführung in die Suchmaschinenoptimierung

 

Geschrieben von Katarina Fischer - mediagloss

Bild 1: istockphoto - Yuri Arcurs

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