Nach dem Google Panda Update - welche SEO Faktoren sind 2011 wichtig?

04. Juli 2011 (Kommentare: 0)

Google Panda Update - manche sehen es gelassen

Google verbesserte erneut seine Suchergebnisse mit dem Update namens Panda 2.2. Das Hauptaugenmerk sollte bei diesem Update auf der Qualität des Contents liegen. Webseiten mit kopierten oder/und schlecht verfassten Inhalten, zu vielen Werbebannern und unnützen Linksammlungen wurden schlechter bewertet und mussten Abstrafungen in Kauf nehmen. Viele Webseitenbetreiber fanden Ihre Webseite nun weiter hinten als gewohnt in den Suchergebnissen wieder und verloren Pagerank-Punkte. 

Google wertet über 200 Kriterien aus, welche den Wert der Webseite bestimmen. Die für 2011 relevantesten möchten wir hier zusammenfassen:

Backlinks

Backlinks sind nach wie vor das Topkriterium von Suchmaschinen. Wie sollte Google und Co. auch besser beurteilen können, wann es sich um eine gute Seite handelt oder nicht?  Backlinks sind Empfehlungen zur eigenen Seite, man bekommt sie nur, wenn man guten ("verlinkenswerten") Content zur Verfügung stellt. Hier zählt nicht Masse sondern Qualität! Gute Backlinks zu erzeugen bedarf meist viel Arbeit. Eine gute Hilfestellung zu dem Thema hat Blogprojekt.de veröffentlicht: 16 Tipps für einfache und schnelle Backlinks

Text-Qualität:

Es reicht nicht, seinen Inhalt von anderen Webseiten abzukupfern, umzuformulieren und seine Keywords unterzubringen. Viele SEO-Agenturen sahen dies bisher als wichtigen Teil der Suchmaschinenoptimierung und ließen die Qualität dabei zunehmend außer Acht. Google legt, auch beim aktuellen Panda-Update, immer mehr Wert auf qualitativ hochwertigen und einzigartigen Content (Unique Content). Als zusätzliches Kriterium soll Google nun auch die Verweildauer eines Besuchers auf Ihrer Webseite heranziehen und eine hohe Absprungrate negativ bewerten.

Formulieren Sie Ihre Texte so, dass Leser einen wirklichen Vorteil daraus ziehen können, da er gut recherchierte Informationen enthält. Achten Sie auf Rechtschreibung und Grammatik. Engagieren Sie niemanden, der von der Thematik keine Ahnung hat, um Ihre Texte zu verfassen. Geben Sie (als Experte) lieber selbst die detaillierten Inhalte vor und lassen Sie diese dann ggf. überarbeiten. Wenn Sie Ihre Texte mit Sorgfalt gestalten und sich die entsprechende Zeit dafür nehmen, können Sie davon ausgehen, dass Google dies honoriert. 

Design und Usability

Eine hohe Absprungrate kommt zustande, wenn Nutzer nur die Landingpage besucht und keinen weiteren Link angeklickt haben. Dies können Sie vermeiden, indem Sie zum einen, wie oben erwähnt, auf qualitativ hochwertigen Text achten, aber auch indem Sie zum anderen mit einer hohen Nutzerfreundlichkeit und somit mit klar strukturiertem Inhalt und Design überzeugen.

Social Media

Social Media gewinnt immer mehr an Aufmerksamkeit. Den Suchmaschinen entgeht nicht, dass eine Webseite umso interessanter ist, je mehr über sie "gesprochen" wird. Werden Seiten oder Beiträge also häufig geteilt, getwittert oder geplust vermittelt dies Google einen gewissen Trust. Wie stark die Gewichtung ist und welche Faktoren genau eine Rolle spielen, ist aber noch unklar.

Wichtig ist, dass man die Social-Media-Icons in jedem Beitrag möglichst gut sichtbar platziert und technisch so umsetzt, dass sie keine weiteren Zwischenschritte (Einloggen, Seite öffnen) vom Nutzer verlangen. Auch hier gilt: Je einfacher, desto besser.

Eine kleine Einleitung zur Einbindung des google+1-Buttons haben wir erst küzlich in unserem Blog veröffentlicht.

Für Twitter gibt es einen Generator: Twitter Button Generator

Ladezeit der Webseite:

Die Ladezeit wird ein immer wichtigerer Faktor bei der Suchmaschinenoptimierung. Google hat diesen Rankingfaktor inzwischen auch schon offiziell bestätigt.
Zur Überprüfung der Ladezeit eignet sich z.B. das Tool PageSpeed, welches für Chrome und Firefox verfügbar ist. Das Tool zeigt alle Schwachstellen, sowie entsprechende Erklärungen auf, was eine schnelle Überarbeitung ermöglicht.

Qualität des Codes:

Ein qualitativ hochwertiger HTML-Code entspricht den Regeln des W3C. HTML-Fehler beeinträchtigen unter anderem die Ladegeschwindigkeit der Webseite. Eine valide Seite wird auch in neuen Browsern keine Darstellungsprobleme haben.

Zum Testen und zur schnellen Fehlerbehebung eignet sich ein entsprechendes Plugin für den Browser, z.B. der HTML Validator für Firefox oder der Validator von der W3C-Webseite.

Meta-Tags Title und Description

Die Meta-Tags „title“ und „description“ haben nach wie vor sehr hohen Wert für Suchmaschinen und können durch gute Anpassung schnell zu besseren Platzierungen führen. Wichtig ist eine sinnvolle Verbindung zwischen Meta-Tags und dem Inhalt der Seite.

 

Das Meta-Tag "title":

Der Text sollte gleichzeitig die für die Suchmaschinen relevanten Keywords und andererseits eine verständliche Zusammenfassung der Inhalte der Webseite enthalten. Die Keywords sollte man möglichst am Anfang positionieren und sich insgesamt auf 50-75 Zeichen beschränken.

 

Das Meta-Tag "description":

Auch hier sollte eine möglichst genaue und verständliche inhaltliche Zusammenfassung der Webseite stehen. Diese sollte den Suchenden dazu anregen, die Seite zu besuchen und die relevanten Suchbegriffe beinhalten. Das Description-Tag sollte nicht länger als 200 Zeichen sein.

Die Meta-Tags Title und Description sollten dabei nie doppelt auf einer Webseite benutzt werden, da sie als Beschreibung für die jeweilige Unterseite gilt.

 

Wenn nicht schon geschehen, dann lesen Sie auch unbedingt die Google Webmasterrichtlinien. Hier weißt Google selbst auf einige wesentliche Kriterien hin, die es beim Webdesign zu beachten gilt.

 

Autor: Katarina Fischer

Bild: istockphoto- ImagineGolf

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